Vorbei


      Langsam setze ich meinen Weg fort. Mir ist alles egal, ob mich jemand sieht, ob jemand versuchen wird mich aufzuhalten, in mir herrscht nur diese grenzenlose Leere.

      Eine Leere die er verursacht hat.

      Das Messer in meiner Tasche gibt klirrende Geräusche von sich wenn es gegen sein Armband schlägt, dass einzige was mir noch von ihm geblieben ist. Meine Schritte hallen in der alles verschlingenden Dunkelheit wider.

      Sanfte Arme umschlingen meinen Körper, sinnliche Lippen küssen die meinen, geflüsterte Worte voller Hoffnung und Liebe in meinem Ohr.

      Heiße Tränen benetzen meine geröteten Wangen und ich habe schon gedacht, längst alle vergossen zu haben.

      Ich bin an der Treppe, welche zum Astronomieturm führt, angekommen. Mühsam nehme ich eine Stufe nach der anderen, stoße die Luke auf und trete ins Freie. Ich mache tiefe Atemzüge und klettere schließlich auf eine der Zinnen.

      Abwesend starre ich zu dem hell leuchtenden Vollmond am Himmel, welcher die stille Erde in sanftes Licht taucht.

      Draco vor mir schließt mich in seine Arme und fängt meine Lippe zu einem feurigen Kuss. Seine Hände ruhen an meiner Taille und ziehen mich enger an ihn. Fast wie von selbst schlingen sich meine Arme um seinen Nacken, den Blonden daran hindernd den Kuss zu unterbrechen.

      Zittern ziehe ich die Beine an meinen Körper. Ich kann die wiederkehrenden Erinnerungen nicht aufhalten.

      Sanft fährt er mir durch mein rabenschwarzes Haar. Ich kuschle mich schnurrend an ihn und lausche seinen lieblichen Versprechungen

      Leere Versprechungen, das weiß ich jetzt.

      Langsam stehe ich auf und trete auf den Abgrund zu. Die Tiefe ist schwindelerregend. Ein letztes Mal tritt mir dieser eine Tag vor die Augen.

      Mit einem „Potter, ich muss mit dir reden!“ lockt er mich von meinen ahnungslosen Freunden weg, in einen dunklen Seitengang.
      Er drückt mich an die Wand und nimmt meinen Mund, nicht gerade sanft, in Besitz.

      Seine schneidende Stimme an meinem Ohr lässt mich erschauern. „Das war’s Potter, es ist aus.“ Ich starre ihn mit aufgerissenen Augen an. Sein Blick ist so kalt wie früher als er weiterspricht.

      „Du warst ein gutes Spielzeug.“ Noch einmal spüre ich seine Lippen, bevor er in der Dunkelheit verschwindet.

      Erste Tränen rollen über meine Wangen. Schluchzend rutsche ich an der eisigen Steinwand hinab. Eisig wie er.


      Meine Tränen sind versiegt. Ich kann so nicht mehr weiter machen, nachdem Draco mir das angetan hat.

      Ich schließe meine Augen.

      „Ich liebe dich, mein Drache!“

      Ich gehe den letzten Schritt und falle in die Dunkelheit hinab.

      ~fin~

      A/N: Tjo, das war meine erste Death fic. In Gegenwart kann ich net schreiben! Verzeiht! Ich mach das nie wieder....
      Cu, eure Rikku
      PS: Wenn ich irgendwann mal Lust, Zeit und Geld hab, schreib ich `n Sequel aus Dracos Sicht!





    Feedback bitte an Rikku (mona@toemboel.co.at).


           


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